Klebtechnische Qualitätssicherung

Klebtechnische QS-Normen: „It’s around the world“ (Bild: Fraunhofer IFAM | Bremen)

11.01.2024 Klebtechnische Qualitätssicherung

DIN-Normen inzwischen international

von Professor Dr. Andreas Groß (Fraunhofer IFAM), Dr. Erik Meiß (Fraunhofer IFAM), Frank Stein (TBBCert)

Kleben ist einer von nahezu zahllosen „speziellen Prozessen“, bei denen gemäß des Produktsicherheitsgesetzes (PSG) nach dem „Stand der Technik“ gearbeitet werden muss. Um diesen gesetzlichen Anspruch zu realisieren, erfordern „spezielle Prozesse“ zur prophylaktischen Fehlervermeidung die Umsetzung eines Qualitätsmanagementsystems (QMS / z.B. nach ISO 9001). Dieses bestehende QMS wird an Hand der Qualitätssicherungsnormen klebspezifisch konkretisiert. Daher besteht für den „speziellen Prozess“ Kleben und für geklebte Produkte der gesetzlich geforderte „Stand der Technik“ aus der untrennbaren Verknüpfung von PSG, QMS und QS-Normen. Die inzwischen weltweite Anwendung der nationalen DIN-Normen (DIN 6701 und DIN 2304) hat zur Internationalisierung der bereits bestehenden DIN-Normen geführt.

Die normenbasierte Qualitätssicherung in der Klebtechnik entwickelt sich ständig weiter. Der Ausgangspunkt war die Veröffentlichung der DIN 6701 – „Kleben von Schienenfahrzeugen und –fahrzeugteilen“ im Jahr 2006, der weltweit ersten Normenreihe, die die Organisation und Umsetzung klebtechnischer Prozesse normativ für diesen Anwendungsbereich regelt. Vorbild hierfür waren für den ebenfalls „speziellen Prozess“ Schweißen im Schienenfahrzeugbau die erfolgreichen Normenreihen DIN 6700 und EN 15085. Deren Grundstruktur mit den Kernelementen „Klassifizierung nach Sicherheitsanforderungen“, „Einsatz qualifizierten Personals“ und „Nachweisführung der Sicherheit des jeweiligen Verbundes“ wurde übernommen und an die Klebtechnik angepasst.

Lösungspartner

Fraunhofer IFAM
Fraunhofer IFAM

 

TBBCert
TBBCert

 

Zielgruppen

Qualitätssicherung, Unternehmensleitung